Rolags herstellen ist Arbeit!

 Das Schöne am rolags machen ist (auch) dass man die ganzen verschiedenen Faserarten zusammenbringt und etwas Neues daraus schafft.....



Ich habe zum Beispiel eine ganze Tüte Kaschmirvlies gekauft, roh....quasi direkt von der Ziege. Es ist nicht die allererste Qualität, leider mit vielen "Fusseln" Nachschnitt. Das habe ich gewaschen und gefärbt....hellblau.
 Dieses Vlies arbeite ich gerne in rolags ein....
 ...es ist nämlich superweich und flauschig!

 Und Alpaka habe ich auch drei  Curver-Kisten voll, - deutsches Vlies, welches ich zum Kardieren weggegeben habe. Hier mal die graue Version. Auch diese Faser ist extrem fein, Babyalpaka royal sozusagen.

 Das macht sich gut in meinen rolags. Da stört  es mich überhaupt nicht, dass es noch jede Menge Knötchen enthält....das Garn aus meinen rolags soll sowieso einen Tweed-Charakter haben.
Ich mag Tweedgarne nämlich sehr!
 Natürlich ist auch ganz normaler Kammzug Bestandteil meiner rolags, 
in diesem Fall Merinowolle in drei Farben.




Ein bisschen Glitzer 
(Angelina-Faser) darf auch 
dabei sein....nur nicht zu viel....
 



 Und hier auch Maulbeerseide in weiß, damit es ein paar helle Glanzlichter im Garn gibt.
Außerdem ist ein wenig türkis gefärbtes Mohair und ein klein bisschen braune Wildseide mitverarbeitet.
 Zwischendurch angle ich mit einer spitzen Pinzette auch mal das eine oder andere Strohteilchen heraus....im Alpakavlies ist trotz zweimaligen Kardierens immer mal ein wenig Einstreu enthalten.

 Hier das Ergebnis der ganzen Arbeit.....99 Gramm in zwei Stunden.
Und da fragt man dann nicht mehr, warum rolags "so teuer" sind, oder?



Aber zum Spinnen gibt es (meiner Meinung nach) nichts Schöneres als ein gut gemachtes rolag!

Kommentare

Sheepy hat gesagt…
Das ist wirklich eine aufwendige Arbeit, aber das Ergebnis sieht traumhaft aus. Ich begnüge mit meinen kardierten Vliesen und manchmal gibt es bei mir auch ein buntes Restefest.
Liebe Inselgrüße
Kerstin

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