Kurztutorial Windlicht
Um dieses umfilzte Windlicht geht es,- einige interessierten sich dafür,
wie man so etwas macht und ich möchte hier eine kleine Kurzanleitung geben.
Leider habe ich keine Fotos vom Entstehungsprozess gemacht,
daher nur schriftlich.
Man benötigt ein Glasgefäß mit glatter Oberfläche ohne irgendwelche Henkel.
Diesen bauchigen Teelicht-Halter gab es im
NANU-NANA für kleines Geld.
Dann braucht ihr Merino-Kammzug,in diesem Fall in Naturweiss,Hellgrün,Smaragdgrün
und für die Blüten nahm ich einen selbstgefärbten in Rosa-Lila-Tönen.
Für die Blüten habe ich einen sog. Vorfilz hergestellt,also eine dünne Schicht dieser
Wolle auslegen und nur kurz anfilzen.Wenn man Wolle verfilzen möchte,so legt
man sie dachziegelartig in möglichst feinen und gleichmässigen Lagen aus,
-einmal längs,einmal quer.Das Glas stülpte ich auf den Kopf und legte
die fein ausgezogenen Woll-Streifen kreuzförmig über das kugelige Glas,
-mit einem Wassersprüher kann man die ausgelegte Wolle gut anfeuchten.
Ich nehme dafür warmes Wasser mit einem guten Schuss flüssiger Schmierseife.
Die feuchte Wolle " klebt" dann relativ gut auf dem Glas fest.
Etwas schwieriger ist es,die zweite Lage aufzubringen,-die sollte ja quer liegen,
damit die Fasern gut zusammenfilzen.Ich habe dazu das Glas etwas geneigt,
wieder feine Streifen der weissen Merinowolle quer auf das Glas gelegt und mit
dem Sprüherangefeuchtet.Vorsichtig alles gut andrücken!
Es ist klar,das man so das Glas komplett mit Wollfasern zudecken muss ,
unten,-also am Rand lasse ich die Wollfasern zipfelig überstehen,das ergibt später
den etwas unregelmässigen Rand.Man kann die Fasern natürlich dort auch gerade
abschneiden,- mir gefällt das "Zipfelige" aber besser.
Einige dünne Streifen in Grüntönen legt man wieder längs auf die naturweisse Wolle,
das sieht dann schon sehr "organisch" aus.
Nun schneidet man aus dem Vorfilz die Blüten aus,-ich kann das "frei-Hand",
-wer da unsicherer ist macht sich aus Pappe eine Schablone.
Die Blüten vorsichtig auf das Glas legen und direkt mit Seifenwasser einsprühen,
andrücken und etwas reiben.Nun muss der Filzprozess erfolgen,d.h.:
"REIBEN-REIBEN-REIBEN!"
Man filzt die Wolle also direkt auf dem Glas.Dabei ist es wichtig,
anfangs eine Folie oder einen dünnen (Gardinen-) Stoff über die nassen
Wollschichten zu legen,damit die Fasern nicht verrutschen.
Es ist etwas knifflig,direkt auf einem Glas zu filzen,man benötigt etwas
Fingerspitzengefühl und ganz viel Geduld.Nach und nach festigt sich der Filz
und die Wolle zieht sich zusammen.
Bei mir hat es ca. 45 Minuten gedauert,bis die Wollfasern sich zu einem
zarten Filz verbunden haben.Am Rand habe ich die etwas zu langen Zipfel
noch vorsichtig abgeschnitten,dann muss man die ganze Seife
unter fließendem Wasser ausspülen.
Trocknen lassen - FERTIG!
Beim nächsten Mal mache ich mal Bilder zu den einzelnen Arbeitsschritten,
-das ist dann besser verständlich.
Ich hoffe aber,ihr könnt auch mit dieser Kurzfassung schon etwas anfangen!
Viel Spaß!
Kommentare
Liebe Grüsse vom Wullechneuel
GLG Tine